KundenportalKontakt
Versicherungen
Service
Club Assura
StartseiteGesundheitstippsMuskel- und GelenkschmerzenAnämie
Muskel- und Gelenkschmerzen

Anämie

VERFASST VON EINEM APOTHEKER
Eine Anämie oder Blutarmut ist eine ungewöhnliche Abnahme des Hämoglobinspiegels im Blut. Dabei handelt es sich nicht um eine einzelne Erkrankung, sondern um ein Syndrom, das sich als Ungleichgewicht zwischen Bildung und Abbau oder Verlust roter Blutkörperchen äussert. Dieses Syndrom kann in jedem Alter auftreten. Gewisse Bevölkerungsgruppen sind jedoch besonders gefährdet, insbesondere Frauen im gebärfähigen Alter, ältere Menschen und Patientinnen sowie Patienten mit chronischen Erkrankungen. Je nach Ursache und Schweregrad kann die Anämie schleichend oder abrupt verlaufen und zu Komplikationen führen, insbesondere im Herz-Kreislauf-System.

  • Was ist Anämie?
  • Was sind die Symptome einer Anämie?
  • Was tun bei Anämie?

Anämie im Überblick

SchweregradDie Anämie kann je nach Schweregrad und Ursache zu unterschiedlichen Komplikationen führen: Herzinsuffizienz bei geschwächten Menschen, Entwicklungsverzögerungen bei Kindern, verminderte Produktivität bei Erwachsenen und ein erhöhtes Risiko für Frühgeburten oder ein niedriges Geburtsgewicht bei einer Schwangerschaft.
Durchschnittliche DauerAnämie kann akut oder chronisch auftreten. Mangelerscheinungen können unter Therapie innerhalb weniger Wochen behoben werden, während gewisse chronische Formen aufgrund von Grunderkrankungen eine längere Überwachung und eine Langzeitbehandlung erfordern.
SymptomeAnzeichen einer Anämie sind Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit bei Anstrengung, Schwindel, Kopfschmerzen und verminderte körperliche Leistungsfähigkeit. Bei schweren Formen können Herzklopfen, Herzrasen, Konzentrationsstörungen, Ohnmacht und Schwitzen hinzukommen.
BehandlungDie Behandlung richtet sich nach der Ursache: Korrektur von Mangelerscheinungen, Behandlung von Blutverlust oder einer Erkrankung. Schwere Formen können eine Transfusion erfordern.
Bei KindernAnämie tritt bei Kindern relativ häufig auf, insbesondere bei Eisenmangel. Sie kann sich auf das Wachstum und die kognitive Entwicklung auswirken, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird.

Definition der Anämie

Anämie ist definiert als eine Abnahme des Hämoglobinspiegels im Blut. Dadurch sinkt die Fähigkeit des Blutes, Sauerstoff ins Gewebe zu transportieren. Der normale Hämoglobinwert variiert je nach Geschlecht und Alter: Eine Anämie wird diagnostiziert, wenn er beim Neugeborenen unter 14 g/dl, bei erwachsenen Männern unter 13 g/dl, bei erwachsenen Frauen unter 12 g/dl und bei Schwangeren ab dem zweiten Trimenon unter 10,5 g/dl liegt. Sie kann durch drei Hauptmechanismen verursacht werden: eine unzureichende Bildung roter Blutkörperchen im Knochenmark, eine übermässige Zerstörung dieser Zellen (Hämolyse) oder einen akuten oder chronischen Blutverlust. Pathophysiologisch führt die Abnahme des Hämoglobins zu einer verminderten Sauerstoffversorgung der Organe (Gewebehypoxie). Der Körper setzt dann Ausgleichsmechanismen ein, unter anderem eine Erhöhung der Herzfrequenz und des Herzzeitvolumens sowie eine Anpassung der Atmung. Diese Mechanismen ermöglichen es, die Sauerstoffversorgung kurzfristig aufrechtzuerhalten, können aber bei länger andauernder oder schwerer Anämie schädlich sein.Komplikationen:
Unbehandelt kann die Anämie zu einer fortschreitenden Verschlechterung der Gewebehypoxie führen, was chronische Müdigkeit, verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und kognitive Beeinträchtigungen zur Folge hat. Die erhöhte Herzarbeit kann insbesondere bei älteren oder geschwächten Patienten zu einer Herzvergrösserung mit anschliessender Herzinsuffizienz führen. Sie kann auch bestehende chronische Erkrankungen verschlimmern und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Weitere Informationen
Die verschiedenen Formen der Anämie
Eisenmangelanämie
Dies ist die häufigste Form. Sie entsteht durch einen Eisenmangel, der meist durch chronische Blutverluste oder unzureichende Eisenzufuhr bedingt ist. Dadurch wird weniger Hämoglobin gebildet.
Anämie durch Vitamin-B12- oder Folsäuremangel
Dabei handelt es sich um eine Störung bei der Bildung roter Blutkörperchen. Sie kann mit neurologischen Problemen einhergehen, insbesondere bei einem Vitamin-B12-Mangel.
Entzündliche Anämie
Sie tritt bei chronischen Erkrankungen auf. Eisen ist im Körper vorhanden, wird aber nicht richtig verwertet, wodurch die Bildung von roten Blutkörperchen eingeschränkt wird.
Hämolytische Anämie
Sie entsteht durch eine übermässige Zerstörung der roten Blutkörperchen. Sie kann genetisch, immunologisch, toxisch oder infektiös bedingt sein.
Hämorrhagische Anämie
Sie entsteht durch einen starken Blutverlust, zum Beispiel nach einer Operation, starken Regelblutungen oder Verdauungsbeschwerden.
Sichelzellanämie
Sie wird auch Sichelzellkrankheit genannt und ist eine erblich bedingte Erkrankung, bei der sich die roten Blutkörperchen verformen und eine charakteristische Sichelform (daher die Bezeichnung Sichelzellanämie) annehmen.
Aplastische Anämie
Sie entsteht, wenn das Knochenmark nicht genügend rote Blutkörperchen produziert.

Was sind die Symptome einer Anämie?

  • Eine Anämie äussert sich meistens durch anhaltende Müdigkeit, blasse Haut und Schleimhäute, Kurzatmigkeit bei Anstrengung, Schwindel oder Unwohlsein, Kopfschmerzen, Herzklopfen oder Herzrasen, verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und Konzentrationsstörungen. Diese Anzeichen treten auf, weil dem Körper aufgrund unzureichender Hämoglobin- oder Erythrozytenkonzentrationen Sauerstoff fehlt.
Ich befolge die praktischen Tipps, nehme die verordneten Medikamente ein und beobachte meinen Zustand.
  • Wenn ich eine anhaltende oder ungewöhnliche Müdigkeit verspüre;
  • Wenn ich Schwindel, starke Kurzatmigkeit oder Herzrasen habe;
  • Wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder auch in Ruhe auftreten:
Ich suche in den nächsten Tagen meine behandelnde Ärztin oder meinen behandelnden Arzt auf.
  • Wenn es zu Atemnot, Brustschmerzen, starkem Herzklopfen oder einer Verschlechterung meines Allgemeinzustandes (starke Müdigkeit, Unwohlsein) kommt;
  • Wenn neurologische Störungen (Verwirrtheit, starke Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen) auftreten;
  • Wenn ich schwanger bin und Anzeichen von Komplikationen oder eine Verschlimmerung der Symptome feststelle:
Ich gehe notfallmässig zu einer Ärztin oder einem Arzt.

Was tun bei Anämie?

Praktische Tipps
  • Ernähren Sie sich eisenreich (Fleisch, Hülsenfrüchte, grünes
  • Gemüse).
  • Achten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen (B12, Folsäure).
  • Beobachten Sie die Symptomentwicklung.
  • Beachten Sie die ärztlichen Empfehlungen.
  • Wird die Anämie durch eine Erkrankung verursacht, muss sie behandelt werden.

Medikamente gegen Anämie

Medikamente zum Einnehmen
  • Eisenpräparate zur Behandlung von Eisenmangelanämie, die in der Regel ausserhalb der Mahlzeiten einzunehmen sind.
  • Vitamin-B12-Präparate bei Mangelerscheinungen, je nach Ursache.
  • Vitamin-B9-Präparate (Folsäure) bei Mangelerscheinungen, vor allem wenn sie ernährungsbedingt sind.
Infusionstherapie
  • Eiseninfusion in bestimmten Situationen, insbesondere bei hohen Verlusten oder schlechter Verträglichkeit der oralen Therapie.
Mehr erfahren
Was unternimmt der Arzt?
Die Ärztin oder der Arzt verordnet ein Blutbild (BB), um die Anämie zu bestätigen und den Schweregrad zu beurteilen. Mit weiteren Untersuchungen (Bestimmung von Eisen, Ferritin, Vitamin B12 oder Folsäure) kann die Ursache abgeklärt werden. Sie oder er sucht auch nach einem allfälligen Blutverlust oder einer Grunderkrankung. Die Behandlung wird auf die jeweilige Ursache abgestimmt. Um den Verlauf und die Wirksamkeit der Behandlung zu kontrollieren, wird eine Nachsorge durchgeführt.

Erneute Kopfschmerzen verhindern

Ursachen und Auslöser
Zu den häufigsten Ursachen zählen Eisenmangel, Vitamin-B12- oder Folsäuremangel, chronischer Blutverlust (aus dem Verdauungstrakt oder gynäkologischer Ursache), chronisch entzündliche Erkrankungen, Erkrankungen des Knochenmarks oder bestimmte genetische Krankheiten.
Prävention
  • Ernähren Sie sich ausgewogen sowie eisen- und vitaminreich.
  • Bei Risikogruppen (Kinder, Schwangere usw.) sollte die Nährstoffzufuhr überwacht werden.
  • Gehen Sie bei anhaltender Müdigkeit zu einer Ärztin oder einem Arzt.
  • Stellen Sie bei chronischen Krankheiten eine ärztliche Betreuung sicher.

Weiterlesen

Muskeln und Gelenke
Ischias
Rechner
Hilfe
Chatbot